Wenn
wir schon so hart verlieren, darf der Gegner gerne seine
Sicht präsentieren, damit die Schmach auch hängen
bleibt!
Nicht weniger als sechs Stammspieler
waren ausgerechnet gegen den HSV zu ersetzen. Da kam es
gerade recht, daß die Vierte spielfrei hatte. Ulli
„Tampi" Brüning und Carsten „Sarge“
Peper erklärten sich spontan bereit auszuhelfen. Man
gut so.
Dennoch hätte es nach hinten losgehen können.
Die erste Hälfte nämlich verlief fast wie die
gegen Lurup. Die besten Chancen hatten wir, die Tore schoß
der Gegner. Pfosten (Brüning), Ball von der Linie gekratzt
(Baumgärtner), knapp drüber (Freudenberger) -
erste Halbzeit war alles dabei, wie man Torschießen
vermeidet. Logisch, daß wir in der 13. und in der
30. Minute Treffer kassierten.
In der Halbzeit schworen wir uns darauf ein, genau so weiter
zu machen. Natürlich mit der Änderung, daß
wir das Tor auch mal treffen. Und es sollte klappen. Nach
55 Minuten erzielte Sarge den Anschlußtreffer, nur
fünf Minuten später, der HSV-Keeper ließ
eine relativ harmlose Flanke durchrutschen, stocherte Sven
Pleger aus einem unglaublichen Gewühl auf der HSV-Torlinie
den Ball ins Netz. Nun waren die Norderstedter ziemlich
konsterniert und die Tore fielen wie die reifen Früchte.
Traumflanke Stephanski, Peper wuchtet die Kugel per Kopf
in den Winkel. Wieder Flanke von rechts, Tampi steht am
langen Pfosten parat. Dann schlug noch zweimal Sarge zu.
6:2 - wer hätte das gedacht nach dem Halbzeitstand.
Der dritte Treffer des HSV war nur noch makulatur. Die gut
30 Zuschauer waren schier aus dem Häuschen...
(Berricht
von FC St. Pauli - mit bestem Dank) |